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Nächster Blitz-Marathon ohne NRW

Düsseldorf. Wegen des drei Tage später beginnenden AfD-Bundesparteitags könne NRW 2017 nicht am Blitz-Marathon teilnehmen, sagte Innenminister Ralf Jäger. Zuletzt hatte die Opposition die öffentlichkeitswirksame Maßnahme massiv kritisiert und deren Absage gefordert.

Ralf Jäger (Bild: NRW.direkt)

Der europaweite Blitz-Marathon am 19. April 2017 findet ohne Nordrhein-Westfalen statt. Durch den AfD-Bundesparteitag in Köln am 22. und 23. April sind viele Kräfte gebunden, lautete die Begründung von Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD). „Der Blitz-Marathon wäre deshalb nicht in der gewohnten Weise machbar“, sagte Jäger am Freitag.

Beim Blitz-Marathon handelt es sich um eine eintägige öffentlichkeitswirksame Maßnahme gegen überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr. Aufgrund der Mehrbelastungen für die Polizei durch die sogenannte Flüchtlingskrise war bereits 2016 geplant, auf diese Maßnahme zu verzichten. Nachdem jedoch Anfang April 2016 im Zusammenhang mit der Kölner Silvesternacht Rücktrittsforderungen gegen Ralf Jäger erhoben wurden, wurde der Blitz-Marathon kurzfristig dennoch durchgeführt.

Marc Lürbke, innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, hatte vergeblich dessen Absage gefordert. Daraufhin bezeichnete der CDU-Innenpolitiker Gregor Golland den Blitz-Marathon als „Show-Marathon für das Image des angeschlagenen Innenministers“. Im Mai 2016 wurde durch Gollands Nachfragen bekannt, dass die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen bereits 2015 trotz Blitz-Marathon um mehr als vier Prozent gestiegen war. (ph)

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