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Neues Amt für Migration und Integration

Düsseldorf. Ab Januar 2018 wird es in der Landeshauptstadt ein „Amt für Migration und Integration“ geben. Als aussichtsreichste Kandidatin für die Leitung des neuen Amtes gilt Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch (Grüne).

Miriam Koch und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche bei der Vorstellung einer Flüchtlingsunterkunft (Bild: NRW.direkt)

Aus dem Büro der Flüchtlingsbeauftragten, der zuletzt dem Amt für soziale Sicherung und Integration zugeordneten Abteilung „Zentrale Fachstelle für Wohnungsnotfälle, Obdachlose und Flüchtlinge“, dem zugeordneten Sachgebiet „Kommunales Integrationszentrum“, der dem Büro der Flüchtlingsbeauftragten zugeordneten kommunalen Ausländerbehörde, weiteren Teilen des Amtes für Einwohnerwesen sowie des Amtes für soziale Sicherung und Integration wird in der Landeshauptstadt zum 1. Januar 2018 das neue „Amt für Migration und Integration“ gebildet. Das „Amt 54“ wird dem Dezernatsbereich von Stadtdirektor Burkhard Hintzsche (SPD) zugeordnet. Das teilte die Stadt Düsseldorf am Montag mit. „Die Integration der Menschen, die vor Krieg und Terror geflüchtet und zu uns gekommen sind, ist eine große Herausforderung“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) zur Begründung.

Über die Besetzung der Amtsleitung wird voraussichtlich im Oktober entschieden. Als aussichtsreichste Kandidatin gilt Miriam Koch (Grüne). Koch wurde im Februar 2015 mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP sowie der Partei „Die Linke“ zur ersten Düsseldorfer Flüchtlingsbeauftragten gewählt. Die CDU kritisierte, damit sei ein „Versorgungsposten“ für die ehemalige Oberbürgermeister-Kandidatin geschaffen worden.

Im Juni 2016 gab es massive Empörung und wüste Diskussionen im Internet, weil Koch auf ihrer Facebook-Seite nach Freiwilligen gesucht hatte, die in einer Flüchtlingsunterkunft das Essen für die Asylbewerber in den fünften Stock tragen. Daraufhin kündigte sie an, „rassistische, fremdenfeindliche, sexistische, verleumderische oder beleidigende Inhalte“ zu löschen. Die Empörung fand jedoch erst ein Ende, nachdem Miriam Koch ihre Facebook-Seite vom Netz genommen hatte. Danach wurde es in den Medien still um die Flüchtlingsbeauftragte. (ph)

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