Düsseldorf Politik

Neujahrsempfang der Bundeswehr

Düsseldorf. Beim Neujahrsempfang der Bundeswehr konnte Brigadegeneral Peter Gorgels auch zahlreiche Vertreter aus der Politik begrüßen. Landtagspräsidentin Carina Gödecke forderte „Verständnis, Zuneigung und Anerkennung“ für die Streitkräfte.

Carina Gödecke bei ihrer Rede (Bilder: NRW.direkt)

In der Tonhalle in Düsseldorf fand am frühen Montagabend der Neujahrsempfang der Bundeswehr statt. Unter den zahlreichen Gästen, die vom Kommandeur des Landeskommandos NRW, Brigadegeneral Peter Gorgels, begrüßt wurden, waren auch viele Politiker, so etwa Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD), die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel (CDU) und Ralf Brauksiepe (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Das Düsseldorfer Rathaus war durch die Bürgermeister Friedrich Conzen (CDU) und Günter Karen-Jungen (Grüne) vertreten, Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) jedoch war nicht da. Vertreter der britischen, der belgischen sowie der niederländischen Streitkräfte nahmen ebenfalls an dem Empfang teil.

In seiner Begrüßungsrede ging Peter Gorgels auch auf den „sogenannten Islamischen Staat“ ein, dessen Terror mit dem Anschlag in Berlin nunmehr auch unser Land erreicht habe. Mit der für März geplanten gemeinsamen Übung „Getex 2017“, die auch in Nordrhein-Westfalen stattfindet, würden sich Bundeswehr und Polizei jedoch auf diese Bedrohung einstellen. Bei „Getex 2017“ soll erprobt werden, wie die Bundeswehr die Polizei bei einem Terror-Anschlag unterstützen kann. Seinen besonderen Dank sprach Gorgels den Reservisten aus. Zum Ende seiner Rede kündigte er den diesjährigen „Tag der Bundeswehr“ an, der am 10. Juni in Nordrhein-Westfalen an drei Standorten stattfindet, unter anderem in Aachen.

„Verständnis, Zuneigung und Anerkennung“ gefordert

Plakat am Rande des Neujahrsempfangs (Bilder: NRW.direkt)

Landtagspräsidenten Carina Gödecke räumte in ihrer Rede ein, dass die Bundeswehr „im Parlament nicht nur Freunde hat. Aber ich weiß Ihre Arbeit und Ihren Einsatz als Bürger in Uniform zu schätzen.“ In Anlehnung eines Zitats des 2011 verstorbenen früheren Verteidigungsministers Hans Apel forderte sie „Verständnis, Zuneigung und Anerkennung“ für die Soldaten. Offen auszusprechen, dass uniformierte Soldaten in Deutschland in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit zunehmend Beleidigungen ausgesetzt waren, vermied Gödecke jedoch. Stattdessen sprach sie davon, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung ihre Wertschätzung für die Arbeit der Soldaten teile. Als die SPD-Politikerin von Bedrohungen für die Gesellschaft „von innen und außen“ sprach, warnte sie vor „Rechtspopulisten“ und forderte dazu auf, diesen bei der Landtagswahl im Mai „eine Abfuhr zu erteilen“.

Weitere Redner waren Wolfgang Wehrend, Oberstleutnant der Reserve und Landesvorsitzender des Reservistenverbandes, sowie Franz-Josef Lersch-Mense, Chef der Düsseldorfer Staatskanzlei. Ohne den neuen US-Präsidenten Donald Trump beim Namen zu nennen, forderte Lersch-Mense die Europäer auf, mehr eigene Anstrengungen zu ihrer Sicherheit zu unternehmen. Nach dem Neujahrsempfang gab es noch ein Wohltätigkeitskonzert des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr. Die an diesem Abend bei den Gästen gesammelten Spenden kommen dem Düsseldorfer Kinderhospiz „Regenbogenland“ sowie dem Bundeswehr-Sozialwerk zugute.

Bild ganz oben, von links: Ralf Brauksiepe, Sylvia Pantel, Peter Gorgels, Franz-Josef Lersch-Mense und Wolfgang Wehrend

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