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Panik beim Karfreitags-Gottesdienst

Essen. Ein arabisch aussehender Mann und ein Knall lösten bei einem Karfreitags-Gottesdienst Panik unter den rund 500 Gläubigen aus. Zwei Frauen wurden dabei verletzt. Schwerbewaffnete Polizisten stürmten die Kirche.

Laut Polizei betrat der Unbekannte die katholische St. Thomas Morus-Kirche in Essen-Vogelheim am Karfreitag kurz vor 18 Uhr. In der Kirche nahmen zu diesem Zeitpunkt rund 500 Menschen am Gottesdienst teil. Nach Angaben einiger Kirchenbesucher lief der Mann durch die Reihen und verängstigte dabei einige Teilnehmer des Gottesdienstes. Unter Berufung auf Augenzeugen berichtete die WAZ, dass er „arabische Gesichtszüge und einen längeren Bart“ hatte. Nach einem Knall kam es zu einer Panik, bei der hunderte Menschen zu den Ausgängen drängten. Dabei wurden zwei Frauen leicht verletzt.

Nachdem die Polizei mit zahlreichen Notrufen alarmiert wurde, stürmten mit Maschinenpistolen bewaffnete Einsatzkräfte die Kirche. Der Verdächtige wurde im Kirchenschiff gefunden, wo Gläubige ihn festgehalten hatten. Auch der Pfarrer soll trotz der Panik in der Kirche geblieben sein.

Nach bisherigen Ermittlungen führte der Mann keinerlei Waffen oder andere gefährliche Gegenstände mit sich und hat offenbar auch niemanden unmittelbar bedroht. Die Feuerwehr übernahm die medizinische Versorgung der leichtverletzten und geschockten Kirchenbesucher, die nach ihrer Flucht das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachtet hatten. Die Polizei sprach noch am Abend von einem Verdacht, dass der 33-jährige Mann psychisch erkrankt sein könnte. (ph)

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