Leverkusen Nachrichten

Polizei verhindert Massenschlägerei

Leverkusen. Ein massives Polizeiaufgebot hat am Dienstagabend an zwei Bahnhöfen eine verabredete Massenschlägerei verhindert. Hintergrund könnte nach ersten Ermittlungen ein Streit zweier „Heranwachsender“ gewesen sein.

Busbahnhof am Bahnhof Leverkusen-Mitte (Symbolbild: NRW.direkt)

Am Busbahnhof beim Bahnhof Leverkusen-Mitte sowie am Bahnhof Wiesdorf sorgte am Dienstagabend ein massives Aufgebot von Bundes- und Landespolizei dafür, dass alle gewaltbereiten Personen in Schach gehalten wurden. Auch in Rheindorf und Opladen wurden entsprechende Männergruppen überprüft. Die Polizei hatte mehrere telefonische Hinweise auf eine geplante Massenschlägerei erhalten. Bei den Kontrollen wurden auch Waffen sichergestellt, unter anderem sogenannte Quarzsand-Handschuhe sowie ein Messer. Während des Einsatzes kam der Busverkehr zum Erliegen.

Bei den insgesamt 111 kontrollierten Personen hat es sich laut Polizei mehrheitlich um junge Türken und Deutsch-Türken gehandelt. Die übrigen Kontrollierten stammen aus Syrien, dem Irak, den Balkan-Staaten sowie anderen Ländern. Aber auch einzelne Deutsche ohne Migrationshintergrund waren darunter. „Es war eine relativ bunte Mischung“, sagte ein Polizeisprecher. Die meisten waren der Polizei bereits bekannt. Acht Verdächtige wurden zur Verhinderung von Straftaten in Gewahrsam genommen.

Hintergrund könnte ein Streit zwischen zwei polizeibekannten und in Leverkusen wohnhaften „Heranwachsenden“ sein. Erste Ermittlungen ergaben, dass beide ihre Freunde und Bekannten in der Region über soziale Netzwerke im Internet mobilisiert hatten. Gegen alle überprüften Personen ermittelt die Kölner Polizei jetzt wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs. (ph)

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