Bochum Nachrichten

Polizist mit Messer angegriffen

Bochum. Bei der Identitätsfeststellung einer Schwarzfahrerin wurde am Freitag im Hauptbahnhof ein Polizist mit einem Messer angegriffen. Unbeteiligte filmten die polizeilichen Maßnahmen und solidarisierten sich gegen die Polizisten.

Bochum Hauptbahnhof (Bild: NRW.direkt)

Am späten Freitagvormittag wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei zu einem Zug im Bochumer Hauptbahnhof gerufen. Grund war eine 38-jährige Nigerianerin, die einen Zug ohne Fahrausweis benutzt hatte. Deshalb sollten die Personalien der Frau noch am Bahnsteig durch die Bundespolizei festgestellt werden. Die Frau weigerte sich jedoch lautstark und gestikulierend, womit sie andere Personen auf sich aufmerksam machte. Daraufhin solidarisierten sich Unbeteiligte mit der Frau, störten die Maßnahmen der Polizisten und filmten diese mit ihren Smartphones.

Da eine Sachverhaltsklärung auf Grund der Solidarisierung an Ort und Stelle nicht mehr möglich war, sollte die 38-Jährige, die in Begleitung von drei Kleinkindern war, zur Wache geführt werden. Dagegen wehrte sich die Frau jedoch und ließ sich mehrfach auf den Boden fallen. Im Bereich eines Imbisses im Hauptbahnhof ergriff die Frau ein Metallmesser aus der Auslage und machte eine Stichbewegung in Richtung eines Polizisten. Dieser stoppte die Frau durch einen Schlag auf den Unterarm, wodurch diese das Messer fallen ließ. Ein Zeuge konnte schließlich beruhigend auf die Nigerianerin einwirken, so dass sie ohne weitere Zwischenfälle zur Wache gebracht werden konnte. Ihre drei Kinder wurden während ihres Aufenthaltes dort durch Mitarbeiter der Bahnhofsmission betreut.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde die Frau später wieder auf freien Fuß gesetzt. Durch den Vorfall wurde ein Polizist an der Hand verletzt. Gegen die 38-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Quelle: Bundespolizei

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