Düsseldorf Nachrichten

Rätselhafte Schlägerei in Unterkunft

Düsseldorf. Die Landeshauptstadt steht vor einem Rätsel: Eine Schlägerei in einer Zuwandererunterkunft, zu der die Polizei am Dienstag mit 13 Streifenwagen ausrücken musste, war offenbar nicht ausländerfeindlich motiviert. Was zu der Schlägerei geführt hat, sei „völlig unklar“.

13 Streifenwagen und drei Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz (Symbolbild: NRW.direkt)

13 Streifenwagen und drei Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz (Symbolbild: NRW.direkt)

Am Dienstagabend meldeten mehrere Anrufer der Polizei eine größere Schlägerei in einer kommunalen Unterkunft für Zuwanderer in Düsseldorf-Garath. Dort gab es laut Zeugenangaben zunächst eine „körperlichen Auseinandersetzung“ zwischen drei Personen, in deren Verlauf sich rund zehn weitere angeschlossen hatten. Die Polizei rückte daraufhin mit 13 Streifenwagen aus.

Als die Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, war die Schlägerei aber schon wieder beendet und nur noch ein Fall für die Rettungskräfte. Vier Personen mussten ärztlich versorgt werden, drei wurden in Krankenhäuser gebracht. Insgesamt waren drei Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz. Vorsorglich erteilten die Polizisten zwei Bewohnern der Unterkunft Platzverweise, bei anderen wurden Gefährderansprachen durchgeführt. Waffen waren nach gegenwärtigem Ermittlungsstand nicht im Spiel, die Herkunft der Tatverdächtigen wurde nicht mitgeteilt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bislang ist der Auslöser der Schlägerei jedoch „noch völlig unklar“, der Sachverhalt konnte „bislang nicht erhellt werden“, teilte die Polizei am Mittwoch mit. „Es haben sich keinerlei Hinweise auf ein politisches oder ausländerfeindliches Delikt ergeben.“ (ph)

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