Düren Nachrichten Rhein-Erft-Kreis

Räumungen im Hambacher Forst gehen weiter

Hambach/Düsseldorf. Die Räumungen im Hambacher Forst wurden am Montag wieder aufgenommen. Nach dem Unfalltod eines den Besetzern nahestehenden Bloggers hatte Innenminister Herbert Reul an diese appelliert, den Forst wieder zu verlassen. Deren Antwort aber bestand darin, Polizisten erneut mit Fäkalien zu bewerfen.

Herbert Reul (Bild: NRW.direkt)

Die Polizei hat am Montagmorgen die Räumung der illegalen Baumhäuser im Hambacher Forst wieder aufgenommen. Dabei werden die Polizisten wie bisher im Rahmen einer von den Bauordnungsämtern der Stadt Kerpen und des Kreises Düren beantragten Vollzugshilfe tätig. Das teilte das Landesinnenministerium am Montag mit.

Nach dem tödlichen Unfall eines den Waldbesetzern nahestehenden Video-Bloggers, der am vergangenen Mittwoch aus etwa 15 Metern Höhe von einer Hängebrücke gestürzt war, hatte die Landesregierung die Arbeiten vorübergehend einstellen lassen. Nach Einschätzung der Aachener Staatsanwaltschaft handelte es sich bei dem tödlichen Sturz um einen Unfall ohne Fremdverschulden.

Am Donnerstag hatte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) an die Waldbesetzer appelliert, ihre Baumhäuser freiwillig zu verlassen, „damit nichts passiert“. Die Besetzer antworteten am Freitag, indem sie die Einsatzkräfte der Polizei erneut mit Fäkalien bewarfen. Bei den seit Wochen andauernden gewalttätigen Auseinandersetzungen im Hambacher Forst wurden bislang 28 Polizisten verletzt. (ph)

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