Dortmund Nachrichten

Randale im Jobcenter

Dortmund. „Unverständnis über Arbeitsabläufe“ hat am Donnerstag im Jobcenter zu Angriffen auf das Sicherheitspersonal geführt. Die Herkunft der beteiligten Männer wurde in der entsprechenden Polizeimeldung verschwiegen.

Jobcenter Dortmund (Bild: NRW.direkt)

Jobcenter Dortmund (Bild: NRW.direkt)

Am frühen Donnerstagnachmittag äußerte ein 22-jähriger Mann in einem Warteraum des Dortmunder Jobcenters „lauthals sein Unverständnis über die Arbeitsabläufe des Amtes“, so die Polizei. Als ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals ihm diese erklären wollte, soll der Mann nach ersten Ermittlungen um sich geschlagen und dem Mitarbeiter einen Kopfstoß versetzt haben.

Als ein weiterer Sicherheitsmitarbeiter seinen Kollegen unterstützen wollte, hielt ihn ein anderer ebenfalls 22-jähriger Wartender von hinten fest und versuchte dies zu verhindern. Bei dem Gerangel bekam der Sicherheitsmann von einem der Männer einen Schlag ins Gesicht, ebenso wie ein dritter Sicherheitsmitarbeiter, der auch zur Hilfe kam.

Andere Wartende aufgehetzt

Gleichzeitig versuchten zwei weitere Männer im Alter von 22 und 29 Jahren andere Anwesende zum Einschreiten gegen die Mitarbeiter zu motivieren und bedrohten diese. Als die Polizei eintraf, war die körperliche Auseinandersetzung bereits wieder beendet. Die drohenden 22- und 29-Jährigen erhielten eine Gefährderansprache. Da der 22-Jährige im Anschluss einem Platzverweis nicht nachkam, brachten ihn die Polizisten ins Gewahrsam. Das an der körperlichen Auseinandersetzung beteiligte Duo wurde ebenfalls dorthin gebracht.

Erst rund 24 Stunden nach dem Vorfall erging eine Pressemeldung der Polizei. Darin wurde die Herkunft der Tatverdächtigen verschwiegen. Erst auf Nachfrage von Rundblick Unna räumte die Polizei ein, dass es sich bei allen vier Männern um Syrer gehandelt hat. (ph)

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