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Razzien bei Ryanair

Köln/Bonn/Kleve. An sechs Standorten der Billig-Fluglinie Ryanair in Deutschland kam es am Dienstag zu Razzien. Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. In NRW waren die Ryanair-Standorte Köln/Bonn und Weeze am Niederrhein betroffen.

Die Ermittlungen, die sich nicht unmittelbar gegen Ryanair richten, sondern gegen zwei britische Personaldienstleister, mit denen die Billig-Fluglinie bei der Bereederung ihrer Flugzeuge zusammenarbeitet, werden von der Staatsanwaltschaft in Koblenz geführt. Bei den Razzien wurden Einsatzpläne und andere Dokumente beschlagnahmt. Auch wurden Piloten in den Crewräumen abgefangen und zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Bei zwei Kapitänen wurden deren Privatwohnungen durchsucht. Pilotengewerkschaften hatten Ryanair in der Vergangenheit mehrfach vorgeworfen, die Kosten für ihr fliegendes Personal über zwischengeschaltete Personalagenturen mit zweifelhaften Beschäftigungsmodellen niedrig zu halten.

In Nordrhein-Westfalen waren die Ryanair-Standorte Köln/Bonn sowie Weeze am Niederrhein betroffen. Die Betriebsabläufe wurde durch die Razzien jedoch nicht gestört. An beiden Flughäfen konnten alle Ryanair-Flüge planmäßig abgewickelt werden. (ph)

Bild: Ryanair-Boeing in Köln/Bonn. Bildrechte: NRW.direkt

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