Düsseldorf Wirtschaft und Verkehr

Risse an Stadtbahnen entdeckt

Düsseldorf. Bei 49 der 91 Stadtbahnwagen vom Typ B80 wurden Risse entdeckt. Ein Fahrzeug wurde bereits aus dem Verkehr genommen. Beim Nachfolgemodell HF6 kam es erst letzte Woche zu einer peinlichen Panne.

Wie die Rheinbahn am Mittwoch mitgeteilt hat, wurden bei regelmäßigen Sicherheitskontrollen an den Stadtbahnen des Typs B80 Risse festgestellt. Diese befinden sich in der Seitenwand der Fahrzeuge neben den Türen. Die Risse treten an 49 der 91 B80-Bahnen auf. Bei 36 Bahnen sind diese Risse kleiner als zwei Zentimeter, an elf dieser Züge erreichen sie Längen von bis zu sieben Zentimetern. Ein Fahrzeug mit einem sieben Zentimeter langen Riss wird besonders eng überwacht, um die weitere Entwicklung zu beobachten. Eine Bahn mit einer Risslänge von elf Zentimetern wurde vorerst abgestellt. Die übrigen Züge bleiben im Einsatz, werden aber „laufend überprüft“.

Die Stadtbahnzüge vom Typ B80 sind seit 1981 in Düsseldorf unterwegs. Eingesetzt werden die rot-weiß lackierten Bahnen auf den Linien vom Hauptbahnhof zur Messe sowie nach Duisburg, Krefeld und Neuss. Von 2020 bis 2023 sollen sie durch moderne Züge ersetzt werden.

Für Haltestellen in Duisburg zu breit

Beim Prototyp des Nachfolgemodells HF6 kam es erst letzte Woche zu einer peinlichen Panne: Bei einer Testfahrt im Duisburger U-Bahntunnel rammte der Zug eine Bahnsteigkante. Dabei stellte sich heraus, dass der Stadtbahnzug für die Haltestellen in Duisburg sechs Zentimeter zu breit ist.

Nachdem mehrere Medien darüber berichtet hatten, wies die Rheinbahn darauf hin, dass die bereits bestellten Züge auf den Linien zur Messe sowie nach Neuss „problemlos einsetzbar“ seien. Um die Züge langfristig auch auf der Linie U79 nach Duisburg einsetzen zu können, werde gemeinsam mit dem Hersteller Bombardier geprüft, ob Anbauteile neu platziert oder anders dimensioniert werden können. (ph)

Bild: Stadtbahnzüge vom Typ B80 in Neuss. Bildrechte: NRW.direkt

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