Hamm Nachrichten

SEK-Einsatz wegen Scherz-Anruf

Hamm. Ein noch unbekannter Anrufer gab am Sonntag gegenüber der Polizei an, auf seinen Bruder geschossen und sich in seiner Wohnung verschanzt zu haben. Nach einem mehrstündigen Einsatz mit mehr als 50 Polizisten stellte sich der Anruf jedoch als Scherz heraus.

Symbolbild: NRW.direkt

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Kurz nach 14 Uhr meldete sich der Mann telefonisch bei der Polizei in Hamm und sagte, dass er sich in einem Einfamilienhaus im Stadtteil Herringen aufhalten würde. Er wäre im Besitz einer Schusswaffe und hätte damit nach einem Streit auf seinen Bruder geschossen. Der würde jetzt verletzt im Wohnzimmer liegen. Außerdem wäre noch sein Vater im Haus. Weiterhin äußerte der Anrufer, dass er sich jetzt dort verschanzt habe. Er wolle nicht ins Gefängnis gehen.

Daraufhin begaben sich Polizei und Rettungskräfte nach Herringen. Gleichzeitig wurden das Spezialeinsatzkommando (SEK) in Dortmund alarmiert. Die Polizisten räumten den Gefahrenbereich und sperrten die Straßen im Umfeld ab. Während des Polizeieinsatzes traten der 16-jährige Sohn der Hauseigentümer sowie dessen Freundin vor die Tür. Sie wurden vom SEK in Empfang genommen. In einer ersten Befragung erklärten beide Jugendlichen, dass sich keine weiteren Personen im Haus aufhalten würden. Bei der dann folgenden Hausdurchsuchung wurden weder eine Person mit Schusswaffe noch ein Verletzter angetroffen.

Jetzt versucht die Polizei, den Anrufer zu ermitteln. Ein Strafverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat und Missbrauch von Notrufen ist eingeleitet. Der Anrufer hatte mehr als 50 Einsatzkräfte über Stunden beschäftigt.

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