Bochum Nachrichten

Solidarisierung mit mutmaßlichem Handy-Dieb

Bochum. Bei seiner Festnahme im Hauptbahnhof machte ein mutmaßlicher Dieb andere durch lautstarkes Wimmern und Weinen auf sich aufmerksam. Daraufhin solidarisierten sich mehrere Menschen mit ihm. Der 20-jährige algerische Intensivtäter soll zuvor versucht haben, einem Reisenden das Smartphone zu stehlen.

Bochum Hauptbahnhof (Archivbild: NRW.direkt)

Die Einsatzkräfte der Bundespolizei hielten sich gegen 2 Uhr in der Nacht zum Montag auf einem Bahnsteig des Bochumer Hauptbahnhofs auf, um dort einen Einsatz des Rettungsdienstes zu unterstützen. Nachdem ein Regionalexpress im Hauptbahnhof hielt und sich die Türen geöffnet hatten, hörten sie aus einem Abteil einen lautstarken Streit. Als sie in dem Abteil nachschauten, flüchtete eine unbekannte Person. Mehrere Reisende in dem Abteil sagten den Polizisten, dass der Flüchtende zuvor versucht hatte, einem Mitreisenden das Smartphone zu stehlen. Der aber hatte den Diebstahl bemerkt und soll daraufhin verbal mit dem mutmaßlichen Dieb aneinander geraten sein.

Festgenommener wimmerte und weinte

Die Polizisten verfolgten den Flüchtigen und konnten ihn noch auf dem Bahnsteig festnehmen. Daraufhin begann der Mann, „lautstark durch Wimmern und Weinen auf sich aufmerksam zu machen“. Auf dem Bahnsteig anwesende Personen nahmen dies offenbar zum Anlass, sich mit dem Festgenommenen zu solidarisieren und die Maßnahmen der Bundespolizisten „erheblich zu stören“. Erst auf der Wache beruhigte sich die Lage wieder.

Dort stellte sich heraus, dass es sich bei dem 20-jährigen Asylbewerber um einen Intensivtäter handelte. Der Mann war bereits mehrfach bei Diebstählen in Zügen aufgefallen und daher polizeibekannt. Vornehmlich hatte er in der Vergangenheit versucht, schlafende Reisende zu bestehlen. Gegen den algerischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Bochum wurde ein erneutes Ermittlungsverfahren wegen des Versuchs des gewerbsmäßigen Diebstahls eingeleitet.

Quelle: Bundespolizei

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