Dortmund Nachrichten

Spielabbruch nach Hitler-Gruß

Lünen. Nach dem Hitler-Gruß eines türkischen Spielers musste das Spiel zwischen dem SV Preußen und dem SC Osmanlispor abgebrochen werden. Der Spieler beschimpfte Schiedsrichter, Zuschauer und gegnerische Fußballer als „Nazis“ und „Erdogan-Hasser“. Nach dem Spielabbruch eskalierte die Situation und konnte erst von der Polizei wieder beruhigt werden.

Wie mehrere Ruhrgebiets-Medien berichteten, musste am Sonntagnachmittag das Kreisliga-Spiel zwischen Preußen Lünen und dem SC Osmanlispor aus Dortmund abgebrochen werden. Nach 76 Spielminuten verließen Spieler und Verantwortliche von Osmanlispor gemeinsam das Feld, weil sie sich vom Schiedsrichter ungerecht behandelt fühlten. Daraufhin wurde das Fußballspiel beim Stand von 3:1 für die Preußen abgebrochen.

Zuvor hatte ein Osmanlispor-Spieler die rote Karte bekommen, weil er aus Wut auf den Unparteiischen nach dem dritten Treffer für Lünen sein T-Shirt auszog, den Hitler-Gruß machte und Schiedsrichter, Zuschauer, Spieler sowie Verantwortliche von Lünen als „Nazis“ und „Erdogan-Hasser“ beschimpfte. „Jedes Foul wurde von Seiten Osmanlispors diskutiert, es gab immer wieder Rangeleien“, zitierte RevierSport den Trainer des SV Preußen Lünen, Oliver Hader.

Schiedsrichter als „Bastard“ und „Hurensohn“ beschimpft

Auf seiner Internet-Seite spricht der SV Preußen von einer „unwürdigen Vorstellung des SC Osmanlispor“. So habe der vom Platz gestellte Osmanlispor-Spieler auf seinem Weg in die Kabine auch Zuschauer angreifen wollen: „Einen schweren Stehtisch wollte er in die Masse werfen, rutschte dabei aber glücklicherweise aus.“

Nach dem Spielabbruch sei die Situation eskaliert: „Unter Schutz musste der Referee den Platz verlassen und wurde von türkischer Seite mit Worten wie ‚Bastard‘, ‚Hurensohn‘ und ‚Arsch‘ begleitet.“ Erst durch die Polizei sei wieder Ruhe eingekehrt. (ph)

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