Köln Politik

Stamp begrüßt „Ehe für alle“

Köln. Beim Christopher Street Day (CSD) hat Familienminister Joachim Stamp (FDP) die „Ehe für alle“ als Meilenstein für die Gleichstellung von Homosexuellen begrüßt. Der CSD fand am Sonntag mit viel Polit-Prominenz statt. Aus Sorge vor islamistischen Anschlägen gab es massive Sicherheitsmaßnahmen, darunter auch ein Lkw-Verbot sowie entsprechende Sperren.

Joachim Stamp (Bild: NRW.direkt)

Bei seinem Besuch des Christopher Street Day hat Joachim Stamp (FDP), stellvertretender nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und Landesminister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, die Einführung der „Ehe für alle“ als Meilenstein für die Gleichstellung von Homosexuellen begrüßt. „Ich freue mich über die Entscheidung von Bundestag und Bundesrat. Das ist ein wichtiges und gutes Zeichen für die Offenheit unserer Gesellschaft“, sagte Stamp bei einer Podiumsdiskussion. Es seien aber noch viele weitere Schritte notwendig, bis die vollständige Gleichstellung erreicht sei. Daran müsse weiter gearbeitet werden. Stamp bezeichnete es als „klares Zeichen, dass die neue Landesregierung das Referat für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle im Familienministerium angesiedelt habe“.

Rund 30.000 Menschen haben am Sonntag den Demonstrationszug des CSD in Köln besucht. Darunter waren auch die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie die Grünen-Politiker Claudia Roth und Volker Beck. Eröffnet wurde der CSD von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Das diesjährige Motto „Nie wieder!“ sollte an die Stigmatisierung und Verfolgung von Homosexuellen unter dem NS-Regime erinnern.

Aus Sorge vor islamistischen Terror-Anschlägen fand die CSD-Parade unter massiven Sicherheitsmaßnahmen statt. So gab es wie bereits zum Karneval ein Lkw-Verbot in der Innenstadt. Ebenso wurden zum Schutz der Veranstaltung Lkw-Sperren eingerichtet. Erstmals wurde auch das Lkw-Sperrsystem „Barracuda“ in die Verkehrsmaßnahmen eingebunden, mit dem die Polizei Pkw, Lkw und Busse zum Stillstand bringen kann. An ausgewählten Stellen wurden von der Polizei Vorkontrollen durchgeführt.

(ph/mit Material der Pressestelle des Landesministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration)

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