„Stühle flogen durch die Luft“

Bergisch Gladbach/Hagen. Auch am vergangenen Wochenende hielten Schlägereien in Asylbewerberunterkünften die Polizei in Atem. Am Samstag flogen in Bergisch Gladbach Fäuste und Stühle. Am Sonntag setzte ein Streit über das Fernsehprogramm in Hagen sieben Streifenwagen in Bewegung.

Bild: NRW.direkt

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Am Samstagnachmittag eskalierte ein Streit in einer Notunterkunft in Bergisch Gladbach. Ein iranischer Zuwanderer sprach eine kleine Gruppe Syrer wegen ihres Verhaltens an. Die verbale Auseinandersetzung eskalierte schnell und die Fäuste flogen. Auf beiden Seiten mischten sich mehrere Männer ein „und ein paar Stühle flogen durch die Luft“, so die Polizei. Es gab fünf Verletzte, auch wurden Teile des Inventars beschädigt. Der Sicherheitsdienst konnte die Streitenden jedoch noch vor dem Eintreffen der Polizei trennen und die Lage wieder beruhigen. Eine am Streit beteiligte Gruppe wurde sofort in eine anderen Unterkunft gebracht.

Sieben Streifenwagen wegen Streit um TV-Programm

Dramatisch wurde es am Sonntagabend in einer Flüchtlingsunterkunft in Hagen: Kurz nach 21 Uhr wurde die Polizei alarmiert, weil es innerhalb der Unterkunft zu einer Schlägerei zwischen rund 40 Personen gekommen sei. Die Beamten fuhren mit sieben Streifenwagen zum Einsatzort. Als die ersten Kräfte an der Unterkunft eintrafen, war draußen alles ruhig. Nachdem weitere Verstärkung eingetroffen war, begaben sich die Polizisten in das Gebäude. Dort herrschte eine aufgeheizte Stimmung, mehrere Bewohner redeten lautstark aufeinander ein.

Ein Mitarbeiter der Sicherheitsdienstes teilte der Polizei mit, dass sich zwischen zwei Männern ein Streit um das Fernsehprogramm entwickelt habe. Die beiden Asylsuchenden im Alter von 19 und 27 Jahren gerieten vor dem Fernseher in der Turnhalle zunächst verbal aneinander, dann schubsten sie sich gegenseitig. Da sich weitere Personen in den Streit einmischten, schloss sich der Wachmann vorsichtshalber in seinem Büro ein und alarmierte die Polizei. Der genaue Tathergang konnte wegen Verständigungsschwierigkeiten nicht eindeutig geklärt werden. Um weitere Streitigkeiten zu vermeiden, wurde der 19-Jährige in eine andere Unterkunft gebracht.

Quelle: Polizei

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