Politik

Täglich mehr als zehn Messer-Attacken

Düsseldorf. Landesinnenminister Herbert Reul hat sich am Freitag für umfassende Messer-Verbote ausgesprochen. Noch im März hatte der CDU-Politiker mit seinem Rat an die Bürger, zur Vermeidung von Messer-Attacken „sensibler“ zu sein und „nicht unbedingt Menschen nah an sich ranzulassen“, für Unverständnis gesorgt.

Herbert Reul (Bild: NRW.direkt)

Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) hat sich für umfassende Messer-Verbote ausgesprochen. „Da, wo man es kann, sollte man das Mitführen von Messern verbieten“, sagte er in der Freitagausgabe der Rheinischen Post. „Wir haben in NRW schon jetzt täglich mehr als zehn Vorfälle mit Messern“, schilderte er die Situation. „Früher gab es die Faust, heute ist es das Messer, das rausgeholt wird. Und das auch schon auf dem Schulhof.“

Noch im März hatte Reul mit einer Aufforderung, die Bürger müssten sich vor Messer-Attacken selbst schützen, für Empörung und Unverständnis gesorgt. „Polizisten schützen wir dadurch, dass wir sie mit Schutzwesten ausstatten, dadurch dass wir sie vorbereiten in Schulungen auf solche Vorgehen, und Bürgerinnen und Bürger werden einfach sensibler sein müssen. Man muss nicht unbedingt Menschen nah an sich ranlassen“, sagte er damals im ZDF. (ph)

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