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„Tihange-Aus“-Säule steht jetzt in Rheydt

Mönchengladbach. Die „Tihange-Aus“-Säule steht seit dieser Woche auf dem Marktplatz in Rheydt. Mit der „interaktiven Objekt-Säule“ können Bürger das belgische Atomkraftwerk symbolisch ausschalten. Von einem im Juli veröffentlichten Bericht der Reaktor-Sicherheitskommission, nach dem das Kraftwerk sicher sei, zeigen sich die Tihange-Gegner unbeeindruckt.

Die „Tihange-Aus“-Säule an ihrem bisherigen Standort am Alten Markt (Bild: NRW.direkt)

Wie die Stadt Mönchengladbach am Freitag mitgeteilt hat, wurde die „Tihange-Aus“-Säule vom Alten Markt zum Markplatz in Rheydt gebracht und dort aufgestellt. Dort wurde sie von Martin Heinen (CDU), dem Vorsitzender des Umweltausschusses, in Betrieb genommen.

Mit der „interaktiven Objekt-Säule“ können Bürger symbolisch den „Aus-Hebel“ für das belgische Atomkraftwerk betätigen. Unterstützt wird die Aktion von dem Mönchengladbacher Bürger Sebastian Hertl, der die Herstellung der Säule wie auch Aufstellung und Unterhalt finanziert. Bislang haben in Mönchengladbach mehr als 340.000 Menschen den Hebel betätigt. Die aktuellen Protestzahlen werden der belgischen Regierung wöchentlich auf dem Postweg übermittelt.

Keine Reaktion auf Bericht der Sicherheitskommission

In einem im Juli veröffentlichten Bericht der Reaktor-Sicherheitskommission kamen deutsche Experten zu dem Ergebnis, dass die belgischen Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 sicher seien. Feine Risse in den Reaktor-Druckbehältern seien bereits bei der Herstellung entstanden und stellten auch im Störfall kein zusätzliches Risiko dar, hieß es in dem Bericht.

Aus dem Bundesumweltministerium hieß es daraufhin, dies sei eine „gute Nachricht“, vor allem für die deutsch-belgische Grenzregion. Die Mönchengladbacher Tihange-Gegner ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und hielten an ihrem Protest fest. (ph)

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