Duisburg Nachrichten

Tödlicher Streit in Marxloh: „Kein familiärer Hintergrund“

Duisburg. Der gewaltsame Tod eines 14-Jährigen im Stadtteil Marxloh hat laut Staatsanwaltschaft „keinen familiären Hintergrund“. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Duisburg-Marxloh (Archivbild: NRW.direkt)

„Der Täter konnte bislang nicht identifiziert werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann jedoch ein familiärer Hintergrund für die Tat ausgeschlossen werden.“ Das sagte eine Sprecherin der Duisburger Staatsanwaltschaft am Dienstag zum gewaltsamen Tod eines 14-jährigen Jungen im Stadtteil Marxloh. Zu möglichen Hintergründen oder Streitparteien sagte die Staatsanwältin jedoch nichts.

Nach Angaben von Zeugen waren in der Henriettenstraße in Duisburg-Marxloh am Sonntagabend mehrere Personen in Streit geraten. Als die Polizei am Tatort eintraf, waren die Täter bereits geflüchtet. Bei dem Streit waren zwei Männer und der 14-Jährige verletzt worden. Der bulgarische Junge kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus, wo er dann verstarb. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Trotz Fahndung konnten die Täter unerkannt entkommen. Die Obduktion des Jungen ergab, dass er durch einen Stich in den Rücken verletzt wurde. Eine am Tatort gefundene Axt scheidet damit nach derzeitigem Ermittlungsstand als Tatwaffe aus.

Im Duisburger Stadtteil Marxloh haben 64 Prozent der Bewohner einen Migrationshintergrund. Vorwiegend handelt es sich dabei um Zuwanderer aus Südosteuropa sowie der Türkei. Im Juli 2015 warnte eine Polizeigewerkschaft vor sogenannten No-Go-Areas und rechtsfreien Räumen, da die öffentliche Sicherheit im Ruhrgebiet durch die Bildung von Großfamilien-Clans „akut gefährdet“ und „langfristig nicht gesichert“ sei. Anwohner und Geschäftsleute würden sich aus Angst nachts nicht mehr auf die Straße trauen. Die Polizeipräsenz in Marxloh wurde daraufhin erhöht. (ph)

Print Friendly