Münster Nachrichten

Tote und Verletzte in Münster

Münster. In der Altstadt ist am Samstagnachmittag ein Mann mit einem Campingbus in eine Menschenmenge gerast. Die Polizei spricht von zwei Toten sowie 20 Verletzten. Bei einigen davon bestehe akute Lebensgefahr. Zuletzt hieß es, bei dem Täter solle es sich um einen „psychisch auffälligen“ Deutschen handeln.

Laut eines Polizeisprechers sei das Fahrzeug um 15 Uhr 27 in einen Bereich der Außengastronomie gefahren. Dabei wurden drei Menschen getötet und 20 verletzt, sechs davon schwer. Der mutmaßliche Täter habe sich dann in seinem Fahrzeug erschossen. In der Nacht zum Sonntag korrigierte die Polizei die Zahl der Toten auf zwei. Dabei soll es sich um eine 51-jährige Frau aus dem Kreis Lüneburg sowie einen 65-jähriger Mann aus dem Kreis Borken handeln. Bei einigen der Verletzten bestehe jedoch Lebensgefahr.

Am frühen Samstagabend berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass es sich bei dem Täter um einen „psychisch auffälligen“ Deutschen namens Jens R. handeln soll. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht. Einsatzkräfte und Sprengstoffexperten sollen seine Wohnung durchsuchen.

Nach dem Vorfall wurde ein Teil der Altstadt abgesperrt. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte sind im Großeinsatz. Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, seien „alle verfügbaren Polizeikräfte und Spezialeinheiten Nordrhein-Westfalens nach Münster beordert“ worden. Die Uni-Klinik Münster teilte auf Twitter mit, am Abend für Blutspenden geöffnet zu sein. Aus Zeitgründen könnten jedoch nur bereits registrierte Spender zugelassen werden.

Der Artikel wurde am Sonntag um 6 Uhr 27 geändert. Grund war eine Mitteilung der Polizei, in der unter anderem die Zahl der Toten korrigiert wurde.

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