Dortmund Politik

Treffen von Hamas-Anhängern in Dortmund

Dortmund. Eine der Terror-Organisation Hamas nahestehende Gruppierung konnte sich am Sonntag ungehindert in einem Hochzeitssaal im Stadtteil Eving treffen.

Ursprünglich sollte das Treffen der Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland (PGD) am Sonntagnachmittag in Essen-Kray stattfinden. Dies wurde jedoch von dem Essener Ordnungsdezernenten Christian Kromberg (CDU) verhindert, der den Eigentümer der Veranstaltungshalle über den Hintergrund der PGD informiert hatte. „Es handelt sich nach unseren Erkenntnissen um eine Organisation, die der Hamas nahesteht“, erklärte Kromberg in der WAZ. Seine Einschätzung deckt sich mit der des ehemaligen Berliner Innensenators Frank Henkel (CDU). Henkel hatte die PGD im September 2014 als „Organisation von Hamas-Anhängern“ eingestuft. Bei der Hamas handelt es sich um eine 1987 als Zweig der Muslim-Bruderschaft gegründete palästinensische Terror-Organisation. Ihr Ziel ist die Vernichtung des Staates Israel, an dessen Stelle dann ein islamischer Staat errichtet werden soll.

Wie das Ruhrgebiets-Blog Ruhrbarone berichtete, ist die PGD daraufhin nach Dortmund ausgewichen. Dort konnte sie ihre Veranstaltung am Sonntag in einem Hochzeitssaal im Stadtteil Eving durchführen. Offenbar nahmen Hamas-Anhänger aus dem ganzen Bundesgebiet daran teil.

Bild: Kind mit Hamas-Flagge und Stirnband bei einer antiisraelischen Kundgebung 2014 in Bochum. Bildrechte: NRW.direkt

Print Friendly, PDF & Email