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Übergriffe gehen munter weiter

Duisburg/Krefeld/Olpe. In den vergangenen Tagen kam es in mehreren Städten zu sexuellen Übergriffen auf Frauen und Mädchen durch Zuwanderer. Soweit Tatverdächtige ermittelt werden konnten, sind diese inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Hauptbahnhof Krefeld (Bild: NRW.direkt)

Hauptbahnhof Krefeld (Bild: NRW.direkt)

Als eine Frau am Freitagabend das Gebäude des Krefelder Hauptbahnhofs betreten wollte, traten ihr zwei junge Männer entgegen. Einer davon breitete seine Arme aus und versuchte die Frau zu umarmen. Während sie der Umarmung ausweichen konnte, trat der zweite Mann von hinten an die Frau heran und fasste ihr mit der rechten Hand ans Gesäß. Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn sowie ein Polizist griffen jedoch sofort ein. Während einer der Männer sofort gestellt werden konnte, ergriff der zweite die Flucht, konnte aber nach kurzer Verfolgung ebenfalls vorläufig festgenommen werden.

Die Frau setzte ihren Weg fort und erstattete keine Anzeige. Die 17 und 18 Jahre alten nordafrikanischen Tatverdächtigen wurden dem Haftrichter vorgeführt. Aber bereits am frühen Samstagnachmittag wurde lapidar mitgeteilt, dass „auf Grundlage der weiteren Ermittlungsergebnisse von der Veranlassung der Inhaftnahme abgesehen worden ist“.

Ins Gesicht gerülpst

Am frühen Samstagmorgen kam es am Duisburger Hauptbahnhof zu einem sexuellen Übergriff. Zwei junge Frauen im Alter von 21 und 25 Jahren berichteten der Bundespolizei, dass sie von einem bislang unbekannten Mann „in den Intimbereich gefasst wurden“. Zudem sei ein weiterer Mann an sie herangetreten, der ihnen aus nächster Nähe ins Gesicht rülpste. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich bei den beiden Tatverdächtigen „um Personen aus dem nordafrikanischen Bereich“. Zu dem Vorfall konnte Videomaterial gesichert werden. Die Ermittlungen dauern jedoch noch an.

Wieder im Hallenbad

Am Sonntagnachmittag kam es auf der Liegewiese des Hallenbads in Lennestadt-Meggen (Kreis Olpe) zu einem Sittendelikt. Zu dieser Zeit hielt sich ein männlicher Badegast auf der Liegewiese des Hallenbads auf, in einigem Abstand von ihm auch zwei Mädchen, gegenüber denen er sich aus der Entfernung entblößte. Als sich die beiden Mädchen später nach der Uhrzeit erkundigten, winkte er sie herbei. Beim Annähern zog er die 11-Jährige an sich und küsste sie ins Gesicht und auf den Oberarm. Mit Hilfe ihrer 12-jährigen Freundin konnte sie sich jedoch wieder von dem Mann lösen.

Die beiden unverletzten Mädchen informierten den Schwimmmeister, der die Polizei verständigte. Die Polizeibeamten nahmen den Tatverdächtigen, einen 39-jährigen Iraker mit Wohnsitz in Kirchhundem, vorläufig fest. Nach seiner Vernehmung wurde der Iraker jedoch auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Siegen wieder entlassen, weil nach deren Auffassung keine Flucht- oder Verdunkelungsgefahr zu erkennen war.

Quelle: Polizei

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