Köln Nachrichten Ostwestfalen-Lippe

Vergewaltigungen im Karneval

Köln/Gütersloh. In der Nacht zum Freitag soll es in Köln eine Vergewaltigung auf offener Straße gegeben haben. In einer Asylbewerberunterkunft wurde ein 17-jähriger Tatverdächtiger aus Afghanistan festgenommen. Auch in Gütersloh gab es eine Vergewaltigung. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich ebenfalls um einen Zuwanderer.

Polizeipräsenz in Köln (Bild: NRW.direkt)

Polizeipräsenz in Köln (Bild: NRW.direkt)

Offenbar blieb der Altweiberdonnerstag in Köln nicht ganz so friedlich, wie zunächst berichtet. Auf einer Pressekonferenz der Polizei am Freitag war unter anderem die Rede davon, dass eine 22-jährige Frau in der Nacht auf ihrem Nachhauseweg niedergeschlagen und vergewaltigt worden sein soll. „Die junge Frau wurde von dem Täter angesprochen. Er zeigte ihr pornografisches Videomaterial auf seinem Handy. Dann schlug er ihr unvermittelt so brutal ins Gesicht, dass sie das Bewusstsein verlor“, sagte ein Polizeisprecher der Bild-Zeitung.

Mit den Pornos habe der 17-Jährige der jungen Frau deutlich machen wollen, was er von ihr erwarte. Möglicherweise verging sich der Täter dann an der bewusstlosen Frau. Als sie wieder bei Bewusstsein war, alarmierte sie die Polizei. Eine Fahndung wurde eingeleitet, die mit der Festnahme eines 17-jährigen Afghanen in einer Asylbewerberunterkunft endete. Die Staatsanwaltschaft jedoch widersprach der Darstellung und redete von einer versuchten Vergewaltigung.

Ebenfalls zu einer Vergewaltigung im Straßenkarneval kam es am Donnerstag in Gütersloh. Mit Hilfe einer präzisen Täterbeschreibung konnte jedoch bereits zwei Stunden später ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Bei dem mutmaßlichen Vergewaltiger handelt es sich um einen 29-jährigen Mann aus Nigeria, der in einer Asylbewerberunterkunft in Schloß Holte-Stukenbrock lebt. (ph)

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