Düsseldorf Nachrichten

Verkehrsstörungen wegen linker Groß-Demo erwartet

Düsseldorf. Am Samstag muss in der Landeshauptstadt wegen einer Großkundgebung mit Verkehrsstörungen gerechnet werden. Auf einer Demonstration unter dem Motto „Überall ist Hamburg! Überall ist Widerstand!“ wollen mehr als zehn linke Gruppierungen „Freiheit für die inhaftierten G20-Aktivist*innen“ fordern.

DGB-Haus in Düsseldorf (Bild: NRW.direkt)

Wegen einer für mehrere hundert Teilnehmer angemeldeten Demonstration rechnet die Polizei am Samstag zwischen 14 Uhr 30 und 17 Uhr mit Verkehrsstörungen in der Düsseldorfer Innenstadt. Der Demonstrationszug führt vom DGB-Haus in der Friedrich-Ebert-Straße über innerstädtische Straßen, darunter auch die Königsallee, bis zum Fürstenplatz. Dort soll die Abschlusskundgebung stattfinden. Am Freitag bat die Polizei ortskundige Verkehrsteilnehmer, den Veranstaltungsraum im genannten Zeitraum zu umfahren. Zur Art der Kundgebung teilte die Polizei in ihrer Pressemeldung nichts mit.

Auch die Rheinbahn kündigte am Freitag an, dass eine Reihe von Bus- und Bahnlinien wegen der Demonstration am Samstag nicht wie gewohnt fahren kann. Insbesondere zwischen dem Hauptbahnhof und dem Fürstenplatz rechnet das Verkehrsunternehmen mit Behinderungen. „Die Rheinbahn empfiehlt den Fahrgästen, alternativ die U-Bahnen sowie die S-Bahnen der Deutschen Bahn zu nutzen“, hieß es. Wann die Bahnen und Busse wieder ungehindert fahren können, wollen die Einsatzleitung von Polizei und Rheinbahn vor Ort entscheiden.

„Freiheit für die inhaftierten G20 Aktivist*innen!“

Zu der Kundgebung am Samstag in Düsseldorf haben mehr als zehn linke Gruppierungen aufgerufen, darunter auch die „West Antifa Connection“, die „Rote Ruhr Crew“, die „Rote Aktion Köln“, die „Interventionistische Linke Düsseldorf“ sowie zwei Kreisverbände der Partei „Die Linke“. In dem Aufruf im Internet heißt es: „Die Ereignisse rund um den G20-Gipfel in Hamburg haben international heftige Diskussionen ausgelöst. In vielen Medien ergießt sich nun eine beispiellose Flut von Fake-News und Hetze gegen die Menschen, die in Hamburg auf der Straße waren. Nur langsam kommt ans Licht: Die Proteste waren größtenteils erfolgreich, das ganze Wochenende begingen vor allem Polizei und Justiz schwere Grundrechtsverletzungen. Jetzt sollen wichtige demokratische Recht weiter eingeschränkt werden. Nicht mit uns!“ Weiter heißt es: „Freiheit für die inhaftierten G20 Aktivist*innen! Kompromisslos für Frieden, für Umweltschutz, für grenzenlose Solidarität statt G20!“

Am Rande des G20-Gipfels vor drei Wochen in Hamburg hatten sich linkspolitisch motivierte Gewalttäter mehrere Tage und Nächte lang Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, Autos angezündet und Geschäfte geplündert. Dabei wurde 592 Polizisten verletzt, einige davon schwer. Die Krawalle führten zu tagelangen Diskussionen darüber, ob in Deutschland genug zur Bekämpfung des Linksextremismus getan wird. (ph)

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