Dortmund Nachrichten

Von der eigenen Familie verprügelt

Dortmund. Ein 17-jähriges Mädchen aus Syrien soll am Donnerstag vor dem Hauptbahnhof von der eigenen Familie verprügelt worden sein. Dabei sollen ihre Brüder ihr ins Gesicht geschlagen haben, während die Mutter das Mädchen festgehalten hat.

Hauptbahnhof Dortmund (Bild: NRW.direkt)

Das 17-jährige Mädchen hatte sich am Donnerstagnachmittag auf der Wache der Bundespolizei am Dortmunder Hauptbahnhof gemeldet und in gebrochenem Deutsch erklärt, dass sie Hilfe benötige. Eine Überprüfung ergab, dass die Familie der syrischen Staatsangehörigen, die in Herne wohnt, die 17-Jährige bei der Polizei als vermisst gemeldet hatte.

Daraufhin wurde die Mutter der Jugendlichen informiert. Diese kam wenig später zusammen mit ihren Söhnen im Alter von 17 und 23 Jahren zur Wache, um ihre Tochter abzuholen. Zusammen verließ die Familie die Wache.

Mutter soll das Mädchen festgehalten haben

Kurz darauf wurden Bundespolizisten wegen einer Körperverletzung zum Taxistand gerufen. Vor Ort trafen Einsatzkräfte erneut auf die syrische Familie. Nach Zeugenaussagen soll die Mutter ihre Tochter festgehalten haben. Dabei sollen die beiden Brüder das Mädchen mit Schlägen ins Gesicht verletzt und anschließend mit dem Kopf gegen eine Glasscheibe einer Bushaltestelle gestoßen haben.

Daraufhin wurde das Mädchen in Schutzgewahrsam genommen und in eine Jugendschutzstelle gebracht. Gegen die Mutter und die beiden Brüder leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Das zuständige Jugendamt wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Quelle: Bundespolizei

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