Aachen Politik

Vortrag von Marcus Pretzell nach Drohungen abgesagt

Aachen. Ein für Freitagabend geplanter Vortrag von AfD-Landessprecher Marcus Pretzell musste nach Drohungen gegen das Hotel abgesagt werden. Im letzten Jahr wurden mehr als die Hälfte seiner Vorträge nach solchen Drohungen abgesagt.

Marcus Pretzell bei einem Vortrag in Mönchengladbach (Bild: NRW.direkt)

Marcus Pretzell bei einem Vortrag in Mönchengladbach (Bild: NRW.direkt)

„Hat Europa eine konservative Zukunft?“, lautete das Thema des Vortrages, den Marcus Pretzell am Freitagabend in einem Hotel in Aachen halten wollte. Am Donnerstag aber wurde die Veranstaltung von Seiten des Hotels abgesagt, teilte die AfD mit.

Die Absage wurde mit an das Hotel gerichteten Drohungen begründet, nach denen die Durchführung der Veranstaltung gegenüber den Mitarbeitern nicht mehr verantwortet werden könne. Zu den Urhebern der Drohungen wurde nichts gesagt. Üblicherweise kommen gegen AfD-Veranstaltungen gerichtete Drohungen aus dem linksextremen Spektrum.

„NRW ist das unangenehmste Pflaster“

Auf Nachfrage von NRW.direkt sagte Marcus Pretzell, dass im letzten Jahr mehr als die Hälfte seiner Vorträge nach Drohungen gegen die jeweiligen Gastronomen abgesagt werden musste. Solche Probleme gebe es auch in anderen Bundesländern, aber in Nordrhein-Westfalen sei die Absagequote am größten.

„NRW ist das unangenehmste Pflaster“, sagte der AfD-Politiker wörtlich. „Und die Einschüchterung funktioniert, weil die Zahl derjenigen, die für demokratische Verhältnisse auch persönliche Nachteile riskieren, so gering ist. Wehrhaft ist unsere Demokratie schon lange nicht mehr. Aber wir lassen uns dadurch nicht beirren und machen trotzdem weiter.“ (ph)

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