Dortmund Nachrichten

Waffenverbot für zwei Nächte

Dortmund. Am Wochenende gibt es im Hauptbahnhof ein Waffenverbot. Zuwiderhandlungen gegen das Verbot können mit einem Zwangsgeld von 100 Euro geahndet werden. Das Mitführverbot für Schuss-, Hieb- Stoß- und Stichwaffen sowie Messer gilt aber nur für zwei Nächte.

Hauptbahnhof Dortmund (Bild: NRW.direkt)

2017 verzeichnete die für die Bahnhöfe im Ruhrgebiet zuständige Bundespolizeiinspektion Dortmund einen Anstieg der Gewaltstraftaten um 18,7 Prozent. Dabei kamen auch immer wieder gefährliche Gegenstände zur Anwendung. Einsatzkräfte stellten Messer jeder Größe und Ausführung sicher, aber auch anderer gefährliche Gegenstände wie etwa Schraubendreher. Insbesondere Messer führen immer wieder zu schweren und mitunter tödlichen Verletzungen.

Der Dortmunder Hauptbahnhof wird täglich von rund 125.000 Reisenden genutzt und gilt als wichtiger Umsteigebahnhof im Zug-Fernverkehr. Insbesondere unter dem enthemmenden Einfluss von Alkohol- und Betäubungsmitteln kommt es in der räumlichen Enge des Hauptbahnhofs an Wochenenden immer wieder zu Konflikten, die teilweise mit gefährlichen Gegenständen und Waffen ausgetragen werden. 2018 wurden bereits 54 Vorfälle registriert, bei denen Waffen mitgeführt wurden.

Mitführverbot für Schuss-, Hieb- Stoß- und Stichwaffen sowie Messer

Auf Grund der Zunahme von Vorfällen mit gefährlichen Gegenständen und Waffen wird die Bundespolizei am kommenden Wochenende Nutzer des Dortmunder Hauptbahnhofs verstärkt kontrollieren. „Wir möchten damit ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, dass wir diese Zunahme der Gewalt nicht dulden“, sagte Polizeidirektor Oliver Humpert, Inspektionsleiter der Bundespolizei. Dazu hat die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin ein Mitführverbot für Schuss-, Hieb- Stoß- und Stichwaffen sowie Messer aller Art erlassen.

Laut der unserer Redaktion vorliegenden Verfügung gilt das Verbot von Freitag, 18 Uhr bis Samstag, 7 Uhr sowie von Samstag, 18 Uhr bis Sonntag, 7 Uhr. Der Geltungsbereich umfasst den Dortmunder Hauptbahnhof, dessen Gebäudekomplexe sowie die Gleisanlagen. Der Bereich der U- und Stadtbahnen ist davon ausgenommen. Polizisten, Mitarbeiter des Zolls, Bundeswehr-Soldaten, Mitarbeiter des Ordnungsdienstes, Feuerwehrleute, Rettungskräfte, medizinische Versorgungsdienste, Mitarbeiter der DB Sicherheit und anderer Sicherheitsdienste, Mitarbeiter von Geld- und Werttransporten sowie Zugbegleitpersonal sind von dem Waffenverbot ausgenommen. Gastronomiebetriebe dürfen auch in diesem Zeitraum Messer nutzen. Verstöße gegen das Waffenverbot können mit einem Zwangsgeld in Höhe von 100 Euro geahndet werden.

Quelle: Bundespolizei

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