Justiz Mönchengladbach

Wegen Messer-Attacke Verurteilter legt Revision ein

Mönchengladbach. Der 23-Jährige, der am 7. Dezember vom Landgericht zu acht Jahren und drei Monaten Haft verurteilt wurde, hat gegen das Urteil Revision eingelegt. Der Somalier wurde unter anderem verurteilt, weil er seine Frau im Mai im Regionalexpress mit einem Messer angegriffen hatte. Die 19-jährige Frau war kurz vor der Tat vor ihm geflüchtet.

Regionalexpress im Bahnhof Rheydt (Bild: NRW.direkt)

Am 7. Dezember wurde der 23-jährige Abdirazak H. von der 7. Großen Strafkammer des Landgerichts Mönchengladbach wegen Nötigung, gefährlicher Körperverletzung sowie zwei als besonders schwer eingestuften Vergewaltigungen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt.

Der Somalier hatte seine Frau am 24. Mai in einem Regionalexpress zwischen den Mönchengladbacher Bahnhöfen Rheydt und Odenkirchen mit einem Messer angegriffen. Dabei hatte er laut eines Zeugen über eine Minute lang auf die Frau eingestochen. Nach der Attacke soll er noch zu der Frau gesagt haben: „Ich gehe ins Gefängnis. Gefängnis ist für Männer. Aber wenn ich da rauskomme, mache ich dich fertig.“

Opfer an einem sicheren Ort untergebracht

Die 19-jährige Frau war kurz vor der Tat vor ihm geflüchtet, weil sie mehrfach unter Vorhalt eines Messers vergewaltigt wurde. Die Attacke überlebte sie schwer verletzt, da ein Messerstich in den Oberkörper an einer Rippe abgeprallt war und ein anderer die Schlagader knapp verfehlte. Seit der Tat ist sie an einem sicheren Ort untergebracht.

Wie ein Gerichtssprecher auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte, hat der Anwalt von Abdirazak H. inzwischen Revision gegen das Urteil eingelegt. Diese sei bereits am 12. Dezember beim Landgericht eingegangen. Die Begründung der Revision muss innerhalb eines Monats nach der Zustellung des Urteils im Januar erfolgen.

Damit muss der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe über die Rechtskraft des Urteils entscheiden. Bislang hatte der BGH an den Urteilen des Kammervorsitzenden Lothar Beckers jedoch nichts zu bemängeln. (ph)

Print Friendly, PDF & Email