Düsseldorf Nachrichten

Wieder Brandanschlag von Linksaktivisten?

Düsseldorf. Auf einem Firmengelände im Stadtteil Holthausen hat es am Donnerstag gebrannt. Nach Hinweisen auf Brandstiftung ermittelt nun der Staatsschutz. Die Polizei prüft mögliche Bezüge zu den Protesten im Hambacher Forst. Im Internet wurde bereits ein Bekennerschreiben veröffentlicht.

Symbolbild: NRW.direkt

Am frühen Donnerstagmorgen stellten Mitarbeiter eine Kranfirma in Düsseldorf-Holthausen einen Brand an einem der Fahrzeuge fest. Durch erste Löschversuche mit einem Pulverlöscher konnten die Flammen zwar nicht komplett erstickt, aber klein gehalten werden. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen, brachten diese den Brand mit einem Löschrohr schnell unter Kontrolle und verhinderten eine Ausbreitung auf benachbarte Autokräne. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Das teilte die Feuerwehr nach ihrem Einsatz mit.

Da es Hinweise auf Brandstiftung gab, zog der Feuerwehreinsatzleiter die Kriminalpolizei hinzu. Diese habe sofort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass auch der Staatsschutz eingeschaltet wurde. Geprüft werden mögliche Zusammenhänge zu den Protesten im Hambacher Forst. Kurz zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet, dass Kräne des Unternehmens dort im Einsatz gewesen sein sollen.

„Weil sie ein Teil des Systems sind, das wir so hassen“

Auf einer linksextremen Internet-Seite wurde bereits ein Bekennerschreiben veröffentlicht. „Die Firma Wasel wurde gestern Nacht angegriffen, mit sechs Brandsätzen auf sechs Fahrzeuge, weil sie RWE ihre Maschinen zur Verfügung stellen, weil sie es möglich machen, dass die Bullen den Wald räumen, weil sie ein Teil des Systems sind, das wir so hassen“, heißt es darin.

Bereits in der Nacht zum Montag brannte in Willich die Lagerhalle einer Firma, die Maschinen in den Hambacher Forst vermietet hatte. Laut der Firma wurde auch deren Personal bedroht. Das Unternehmen entschied daraufhin, seine Maschinen wieder aus dem Hambacher Forst zurückzuziehen. (ph)

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