Wieder Schlägereien unter Flüchtlingen

Essen/Mülheim. Gleich zweimal innerhalb von 24 Stunden wurde die Essener Polizei zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften gerufen. Am Donnerstag wurden die Polizisten dabei auch angegriffen und mussten sich mit Pfefferspray verteidigen. Am Tag darauf war ein Messer im Spiel.

(Bild: NRW.direkt)

(Symbolbild: NRW.direkt)

Am Donnerstag kam es zu einer Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft in Essen. Gegen 18 Uhr 40 wurde die Essener Polizei zu dem Großraumzelt gerufen. Der Sicherheitsdienst meldete zunächst eine Schlägerei zwischen 10 bis 15 Personen, woraufhin die Leitstelle mehrere Streifenwagen einsetzte. Vor Ort stellte sich heraus, dass zwei Bewohner in Streit geraten waren. Hierbei schlug ein 25-Jähriger einen 19-Jährigen mit der Faust. Anwesende Bewohner versuchten den Angreifer zu beruhigen.

Als die Beamten eintrafen, richtete sich die Aggression des alkoholisierten 25-Jährigen gegen die Einsatzkräfte. Lautstark und mit erhobenen Fäusten ging er auf die Polizisten zu, ein Beamter musste zur Verteidigung Pfefferspray gegen ihn einsetzen. Danach legten ihm die Polizisten Handfesseln an. Er verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam, nach seiner Ausnüchterung war er jedoch wieder auf freiem Fuß.

Aus bislang ungeklärter Ursache gerieten mehrere Insassen einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Mülheim-Styrum am Freitag gegen 11 Uhr 30 miteinander in Streit. Ein 20 Jahre alter Mann verletzte zwei seiner Mitbewohner möglicherweise mit einem Messer. Die Schnittverletzungen wurden vor Ort ärztlich versorgt. Der 20-Jährige wurde zunächst vorläufig festgenommen, gegen ihn wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Wie es zu den Streitigkeiten gekommen ist, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Ebenfalls noch unklar ist, ob der Beschuldigte unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln gestanden hat. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen soll er zur Verhütung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen werden.

Quelle: Polizei

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