Köln Nachrichten

Wieder Waffenverbot für zwei Nächte

Köln. Am kommenden Wochenende gilt im Bereich des Hauptbahnhofs ein Waffenverbot. Das Verbot gilt insbesondere für Messer jeglicher Art, Baseball-Schläger und Beile. Aber ähnlich wie zuletzt in Dortmund gilt auch dieses Verbot nur für zwei Nächte.

Hauptbahnhof Köln (Bild: NRW.direkt)

Laut der unserer Redaktion vorliegenden Allgemeinverfügung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin gilt das Verbot von Freitag, 18 Uhr bis Samstag, 6 Uhr sowie von Samstag, 18 Uhr bis Sonntag, 6 Uhr. Es umfasst das Mitführen und Benutzen „gefährlicher Werkzeuge“. Dabei handelt es sich „in der Regel um Messer jeglicher Art sowie Schlaggegenstände wie Baseball-Schläger und Beile“ sowie andere Gegenstände, „die ebenfalls als Gewalt- oder Drohmittel verletzungsgeeignet sind“. Geltungsbereich des Verbots ist der Gebäudekomplex des Kölner Hauptbahnhofes inklusive der Gleisanlagen. Der U-Bahn-Bereich ist davon jedoch ausgenommen.

Polizisten, Mitarbeiter des Zolls, Bundeswehr-Soldaten, Mitarbeiter des Ordnungsdienstes, Feuerwehrleute, Rettungskräfte, medizinische Versorgungsdienste, Mitarbeiter der DB Sicherheit und anderer Sicherheitsdienste, Mitarbeiter von Geld- und Werttransporten sowie Zugbegleitpersonal sind von dem Waffenverbot ausgenommen. Gastronomiebetriebe dürfen auch in diesem Zeitraum Messer nutzen. Handwerker dürfen Messer mit sich führen, wenn diese zur Erfüllung eines konkreten Auftrages im Geltungsbereich des Verbots benötigt werden. Verstöße gegen das Waffenverbot können mit einem Zwangsgeld in Höhe von 100 Euro geahndet werden.

Die Bundespolizei begründet das temporäre Waffenverbot damit, dass der Kölner Hauptbahnhof „insbesondere am Wochenende ein Brennpunkt für Gewaltdelikte ist“. Ende Juni hatte die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin bereits ein solches Verbot für den Dortmunder Hauptbahnhof erlassen. Das Verbot wurde von 50 Bundespolizisten überwacht. Dabei wurden fünf Messer, ein Teleskopschlagstock sowie ein nicht zugelassenes Pfefferspray sichergestellt. In vier Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet, weil die Einsatzkräfte der Bundespolizei angegriffen wurden. Aber ebenso wie in Köln galt auch dieses Verbot lediglich für zwei Nächte. (ph)

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