Düsseldorf Wirtschaft und Verkehr

„Zustände am Flughafen unhaltbar“

Düsseldorf. Am Flughafen kam es am Freitag erneut zu langen Schlangen. Aufgrund der schon länger andauernden Probleme sieht die Junge Union Bund und Land in der Pflicht. „Die langen Wartezeiten am Flughafen schaden den Bürgern und dem Wirtschaftsstandort“, meint der JU-Kreisvorsitzende Ulrich Wensel und plädiert für eine Lösung nach bayerischem Modell.

Warteschlange bei der Sicherheitskontrolle im Terminal A (Bild: NRW.direkt)

Am Flughafen Düsseldorf kam es am Freitagmorgen erneut zu langen und bis weit in das Terminal reichenden Schlangen. Zeitweise mussten die Flugreisenden Wartezeiten von bis zu 35 Minuten in Kauf nehmen. Von der Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen waren alle Flugsteige betroffen.

In den letzten Jahren sorgten überlange Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen mehrfach für Chaos am Flughafen Düsseldorf. Im September vergangenen Jahres kam es dabei auch zu Handgreiflichkeiten zwischen Fluggästen. Im Juni dieses Jahres wurde der zuständige Dienstleister von der Bundespolizei abgemahnt.

Die Junge Union (JU) Düsseldorf fordert nun „konsequente und nachhaltige Maßnahmen“ und sieht dabei Bund und Land in der Verantwortung. „Die langen Wartezeiten am Düsseldorfer Flughafen wären vermeidbar“, sagte der JU-Kreisvorsitzende Ulrich Wensel am Samstag. „Eine Kombination aus schlecht ausgebildetem und ständig wechselndem Personal führt zu langen Wartezeiten und zu Mängeln bei den Kontrollen. Das ist in doppelter Hinsicht schädlich. Die langen Wartezeiten am Flughafen schaden den Bürgern und dem Wirtschaftsstandort Düsseldorf.“

JU will Lösung nach bayerischem Modell

Für Sicherheitskontrollen an Flughäfen ist der jeweilige Staat zuständig. In Deutschland aber hat die dafür zuständige Bundespolizei diese Aufgabe in den neunziger Jahren aus Kostengründen an private Sicherheitsunternehmen ausgelagert.

„Das ist in seiner derzeitigen Form aber eine schlechte Lösung für Nordrhein-Westfalen. Der Einsatz von verantwortungsbewusstem und vertrauenswürdigem Personal und die Gewährleistung von Ausbildungs- und Fortbildungsstandards bei privaten Sicherheitsdiensten wurden zuletzt immer wieder infrage gestellt“, sagte der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Marc Dratwa. „Wir plädieren für eine Lösung nach bayerischem Modell. Dort werden die Kontrollen von einer Tochtergesellschaft des Landes durchgeführt. Diese Lösung führt zu einem höheren Maß an Sicherheit und weniger Wartezeit für die Passagiere.“

Der CDU-Nachwuchs fordert nun „zügige Maßnahmen zur Behebung der Mängel“ am Flughafen. „Die Rückabwicklung der Privatisierung der Sicherheitskontrollen und das bayerische Modell sollten dabei ernsthaft geprüft werden. Höhere Kosten sind aus Sicht der Jungen Union Düsseldorf dabei vertretbar, wenn diese auch mit einem höheren Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit verknüpft werden“, so Wensel und Dratwa. (ph)

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